Hier kommen Sie in den Bereich der ganz harten
Drogen.
Wenn Sie es eimal versucht haben eine Buell
zu fahren,
gibt es kein Zurück mehr.
Sie werden ihre Frau verlassen, ihr Haus verkaufen,
ihren Langhaardackel ersaufen,
ihren geliebten Opel mit einem sadistichen
Grinsen verbrennen,
sie werden nie mehr ein normaler Mensch sein.
Nie wieder...
Ich habe Sie gewarnt !
Hier ist die letzte Chance noch zu fliehen
: ![]()
| Den 10. Juni 2001 |
BUELL
S3T ? Ja wasisdendas ?
Es ist einfach eine (gelungene)
Kreuzung zwischen einem 1200 cm³ Harley-Davidson Motor, dem eine gute
Dose Power hinzugefügt wurde und einem sportlichen Fahrwerk. Das ergibt
ein leichtes Bike, mit mächtig Dampf ab den unteren Drehzalen und
einer sehr guten Straßenlage.
Der Spinner der auf die Idee
gekommen ist so eine verückte Maschine zu bauen ist Erik Buell, der
bei Harley Ingenieur war, und vor etwa zehn Jahren seine eigene Firma gründete
(die heute zu 98% wieder Harley-Davidson gehört), die so um die 6000
Maschinen pro Jahr produziert.
Harley liefert die umgeänderten
Motoren, die in das von Erik Buell konzipieres Fahrwerk implantiert werden.
Buell Motorräder werden seit Anfang 1997 nach Europa eingeführt.
Interessante
Buell-links :
Hier klicken
um auf Buell's Homepage zu gelangen.
Hier
geht's zu den Seiten des "American Thunderbike Club", die den Buell-Fahrer
(ääähhh entschuldigun, -Piloten) gewidmet sind !!
Dort gibt's haufenweise interessante
Infos, die zum Teil direkt von Buell kommen. Ein Forum gibt's auch.
Da
findet man die Seiten der "Bad Wheather Bikers", mit einem äusserst
interessantem Forum.
Und da
kommt ihr auf den Webring der Buell-Enthusiasten
Und B.O.R.G. , das deutschsparchige
Buell-Forum ist dort
Warum eine Buell
:
Ich fuhr seit 10 Jahren eine
BMW R100RT, mit recht guter Straßenlage und gutem Komfort, auch mit
Sozia.
Aber seitdem ich Kinder habe
fahre ich meistens nur noch solo, da liebe ich es auf kurvigen Bergstraßen
jagt auf 140 PS Yogurtbecher zu machen ! Da wird der Komfort nebensächlich,
aber Motorcharakter und Straßenlage müßen schon gut sein.
Die BMW hatte da einen zu braven Motor und eine Straßenlage die bei
extremer Fahrweise ihre Grenzen zeigte (zu weiches hinteres Federbein),
also wollte ich was anderes.
Ein Japanbike ? Ihre
Sportler sehen alle gleich aus, ihre Tourenmotorräder sind zu schwer,
das sagte mir nichts ...
Eine Ducati ? Zu sportlich
für mich, benötigt viel Bastlerei, und zu viele kleine Probleme,
schade, nix für mich (vielleicht eine ST2 ??) ...
Eine Guzzi ? Bekannte
von mir haben welche, wenn ich sehe was sie ständig für kleine
Probleme haben kommt keine Lust auf sowas zu kauffen (schade, die V11 ist
schööönnn !)
Eine BMW ? Die werden
ja immer schwerer und sehen mehr und mehr wie Autos aus, nein danke...
(obwohl, die R1150R oder GS scheint nicht übel, aber gabs damals nicht)
Eine Triumph ? Schwerpunkt
viel zu hoch, hohes Gewicht und Durst wie ein Bayer im Hofbräuhaus
;-))), nein Danke...
Eine Harley ? Ich will
doch nicht in der Stellung einer Frau auf dem Gynäkologenstuhl herumfahren,
und diese Bikes sind ja so Mode daß es schon langweilig wird, und
sie sind halt einfach nicht mein Still...
Nun, unweit von mir befindet
sich eine Harleyvertretung die Buells verkauft (und seit dem Sommer '98
auchs Kymcos, doch doch !!), und da man darauf einen Proberitt machen konnte,
hab ich mal versucht, eine dieser komischen Maschinen zu fahren.
Was hab ich da nicht gemacht
! Es war DIE Erleuchtung. Drehmoment in Hülle und Fülle, ein
Motor der nur so vor Leben strotzt...
Ich bin gleich verfallen (ich
hatte euch ja gewarnt) und bestellte gleich eine.
Wie glücklich meine Frau
war als ich nach Hause zurück kam, könnt ihr euch wohl vorstellen
!!!!!!!
Ich habe mich für die
S3T Touring entschieden, mit Verkleidung, Beinprotektoren, und Koffer.
Dieses Model ist für mich der beste Kompromis zwichen Spaßbike
und Tourenbike. Ich möchte mit einer S1 nicht 800 Km im Tag machen
müßen, mit der S3T ist das kein Problem.
Aber fangen wir mit der Vorstellung
der Maschine an, und gleich mit seinem Herz...
Der
Motor :
Um es gleich zu sagen : von
allen Motorrädern die ich bis jetzt gefahren bin ist die Buell die
mit dem aufregendsten Motor (im positivem Sinne) !
Es ist der 1200 cm³ Evolution-Motor
von Harley, ein Langhuber, aber mit mehreren Änderungen:
Die Kurbelwelle wurde um 2,4
kg erleichtert, die Zylinderköpfe wuden geändert, die Verdichtung
wuchs von 9:1 auf 10:1, die Nockenwellen wurden durch spitzere von Screaming
Eagle ersetzt.
Der Vergaser ist ein Keihin
mit 40 mm Durchmesser (ein Vergaser = keine Synchronisationsprobleme !)
Der Luftfilter befindet sich
in einer nicht gerade schönen box (sprechen wir's mal so aus ;-))
), die als Helmholzresonator arbeitet, was die Ansauggeräusche dämpfen
soll, und dazu eine bessere Zylinderfüllung bei niedrigen und mittleren
Drehzahlen bringen soll.
So geändert gibt der
Motor circa 91 PS SAE (an der Kurbelwelle), also ungefähr 82 PS DIN
am Hinterrad, und hat einen Durchzug, der einem die Arme ausreißt
!
Auf der französichen
Ausführung hat der Motor nur 86 PS weill der Lufteinlaß ("Schnorchel"
der vorne auf der Box mit mehreren Schrauben befestigt ist, und auf der
US-version nicht existiert) wegen den Geräuschsnormen verengt wurde.
Es genügt, das Hinterteil der Box aufsuzägen (vis-à-vis
des Luftfiltereinsatzinnern), und schon kommen die Pferdchen wieder ! Auch
wegen den Geräuschnormen, damit der Motor langsamer dreht, wurde die
Riemenübersetzung von 1,9:1 auf 2,1:1 erhöht. Man verliert ein
wenig Durchzug, aber das kann relativisiert werden, es bleibt noch immer
genug davon übrig ! Im 5en Gang bei 100 Km/h tukert der Motor mit
2600 U/mn, aber beschleunigt noch immer genug.
Das Drehmoment ist ab 2000
U/mn konsequent. Im Originalzustand hat der Motor aber leider ein Loch
zwichen 3000 und 4000 U/mn (wegen dem Original Ofenrohr-Auspuff). Das maximale
Drehmoment ist von über 10 Kgm bei 5200 U/mn
Nachdem ich in "Battle 2 Win"
ein Artikel über verschiedene Auspuffe (mit den jeweiligen Drehmomentkurven)
für die Buell gelesen habe war für mich eines klar : weg mit
dem Ofenrohr, her mit einen Vance & Hines SSR2 Auspuff !
Der bringt 20% mehr Drehmoment
zwichen 3000 und 5000 U/mn. Das maximale Drehmoment ist jetzt von ungefähr
12 Kgm bei nur 3750 U/mn. Jetzt geht die Post bei 3000 U/mn ab wie vorher
bei 4000 trs/mn. Das dumpfe Grollen ist bei normaler Fahrweise zum aushalten
(für mich und die Umwelt), und wird zur Musik wenn das Gas aufgedreht
wird. Mit 4000 U/mn aus einer Kurve rauszubeschleunigen ist... also ich
finde keine Wörter dafür !!
Eines ist klar : mit so einem
Motor kann man unterm Helm nur eines beim Fahren : grinsen :-)))))))
Natürlich ist die V&H
Tüte auf offenen Straßen verboten, aber bis jetzt bin ich den
blauen Schlümpfen die in Frankreich am Straßenrand lauern noch
nicht zu sehr aufgefallen.
Eure grünen Frösche
scheinen mir da schon gefährlicher !
Aber zum Glück scheint
es im Schwarzwald nicht zu viele davon zu geben den dort gehe ich liebend
gerne meine Reifenflanken abnutzen !
Die Bedüsung des Vergasers
wurde geändert (hat mir die Harleyvertretung bei der ersten Inspektion
gemacht ohne daß ich danach fragen müßte !) weil der Motor
genau wie in Deutschland original zu mager läuft. (der Motor stotterte
und hustete im unteren Teillastbereich)
Die Leerlaufdüse wuchs
von 42 auf 45, die Hauptdüse von 190 auf 200.
Nun fährt sich die Maschine
im Teillastbereich angenehm, und ich sehe keinen Grund solche Dinger wie
Dynojetkit, die den Benzinverbrauch in die Höhe treiben, anzubauen,
mir geht es schnell genug.
Die Ölbadkupplung ist
gut zu dosieren und nicht zu schwergängig. Die 5 Gänge der Schaltbox
lassen sich gut schalten, insofern man mit genügend Nachdruck zu Werk
geht.. Es gibt sicher Schaltboxen, die gehen leichtgängiger, aber
auf dem Harleymotor gilt es ein dickes Drehmoment über dicke Zahnräder
zu bringen... Zum Hinterrad wird die Motorenergie über einen kevlarverstärkten
Riemen gebracht. Der ist leichter als ein Kardan, und braucht nicht so
oft wie eine Kette gespannt zu werden. In Wirklichkeit mußte er nur
bei der ersten Inspektion nachgespannt werden (er hat eine Einfahrphase
bei der er sich verlängert), seitdem hat er sich nicht mehr gedehnt.
Es gibt nichts zu schmieren, und der Riemen soll 80000 Km halten.. Da fragt
man sich warum mit den ganzen Vorteilen eines Riemens noch so viele Hersteller
Ketten verbauen (Marketing, marketing...)
Wäre doch schön
eine GSXR mit Riemen !!!
Das ist alles schön und
gut, aber damit sich so ein Motor wohl fühlt braucht er ein gutes...
Fahrwerk :
Der Rahmen ist ähnlich
wie bei einer Ducati aufgebaut, Chrom-Molybdän-Stahlrohre sind so
miteinander verschweißt das sie stabile Dreiecke formen, was einen
verwindungsteifen Rahmen gibt.
Der Motor ist darin in einer
Buell-typichenWeise aufgehängt.
Erik Buell weiss daß
ein Harleymotor, seiner Bauweise wegen (45° Zylinderwinkel mit einem
einzigen Hubzapfen) ziemlich vibriert. Das mag zum Harley-Image passen,
aber ist auf einer Buell nicht unbedingt erwünscht. Also hat er ihn
an einen Silentblock über dem vorderen Zylinder aufgehängt, sodaß
er sich vertikal "ausschütteln" kann.
Der Motor ist aber auch seitlich
an 3 Stellen über Stangen mit Kugelkopfgelenken mit dem Rahmen verbunden
Resultat: Die Vibrationen
des Motors werden nicht weitergeleitet, und da der Motorblock mit den Stangen
und Kugelkopfgelenken mit dem Rahmen verbunden ist, wird der Rahmen dadurch
versteift. Buell nennt das "Uniplanar"
Und das kann sich sehen lassen:
in 35000 Km hat es noch kein Pendeln oder Flattern gegeben, und das ohne
Lenkungsdämpfer.
Das
Federbein (war Original von White Power) befindet sich unter dem Motor
(zentrieren der Massen) und arbeitet in umgekehrter Weise als ein Normales
: es wird gezogen und nicht zuzammengedrückt. Mann kann alles einstellen,
Federvorspannung, Druckstuffe und Zugstuffe. Das White Power Federbein
hatte den Nachteil daß es kurze herbe Schläge ziemlich direckt
auf den Allerwertesten durchgehenließ, wobei kein Einstellen half.
Ende 1999 wurde das Federbein
im Rahmen eines Rückrufs von Buell durch eines von Schowa ersetzt,
das einen recht guten Komfort gibt. (im Kapitel "Wartung" steht warum).
Alle Einstellmöglichkeiten bleiben.
Vorne kommt eine 43 mm White
Power Upside-down Telegabel zum Einsatz, auf dem einen Holm kann man die
Druckstuffe einstellen, auf dem Anderen die Zugstuffe
Am Anfang weiss man nicht
so recht wo anfangen mit dem Einstellen, aber wenn man sich so 1000 Km
Zeit nimmt und alles probiert (und auch aufschreibt was man getann hat
und was es verändert hat) kann man einen guten Kompromis zwichen Straßenlage
und Komfort finden, sei es solo oder zu zweit. Natürlich wird man
es auf einer BMW K1200LT bequemer haben, aber auf der Buell (und insbesondere
mit dem Showa-Federbein, das doch viel sanfter reagiert als das von White
Power) sitzt man auch ganz gut.
Der Rahmen ist vorne ziemlich
breit, und die Upside-down Gabel kommt schnell darauf zum Anschlag, was
den Wendekreis beim Rangieren oder Umkehren auf enger Straße negativ
beeinflusst.
Kommen wir zu den Bremsen.
Vorne befindet sich eine einzelne
Bremsscheibe. Warum nicht 2 wie auf jedem Bike das "was von sich hält"?
Weill Erik Buell die ungefederten Massen so gering wie möglich halten
wollte.
So
hat er eine risiege Scheibe mit 340 mm Durchmesser, auf die eine 6-Kolbenzange
von Performance Machine zubeist installiert, das bremst genau so gut wie
zwei kleinere Scheiben und ist um Manches leichter.
Und da die Gabel eine Upside-down
ist, gibt es keine nennbare Verwindung beim bremsen. Die Scheibe ist aus
Guß, und wenn das Motorrad unter dem Regen stand rostet sie schön
an, man würde meinen es ist eine Moto-Guzzi !
Ab dem 98er Jahrgang ist die
Scheibe aus Rostfreiem Stahl, und die Bremse wird von einer Nissin ersetzt.
Die Vorderbremse ist sehr
effizient, und Dank Originalstahlflexleitung ist der Druckpunkt sehr präzise
und erlaubt ein gutes Dosieren. Zum Glück, den sonst wäre man
schneller auf dem Boden als gewollt, da die Bremswirkung sehr sehr gut
ist. (zwei Finger genügen um das Hinterrad vom Boden wegzubekommen)
Die hintere "Bremse" kommt
da nicht nach. Die Scheibe mit 230 mm Durchmesser und die Einkolbenzange
von Brembo haben nicht den geringsten biß und eine schlechte Dosierbarkeit
bei hohem Kraftaufwand. So ist es nicht leicht in einer Kurve zu bremsen
(ich weiss, das sollte man nicht, aber manchmal muß man doch!) und
die Bremskrafft vorne und hinten in Einklang zu bringen. Dise Bremse ist
meiner Ansicht das schlechteste Teil der Maschine. Und dazu nützen
sich die Beläge in 16000 Km ab, obwohl ich hinten nicht oft Bremse
!
Die Vorderen Beläge sehen
mit 35000 Km noch wie neu aus !
Ab dem 98er Model ist die
Brembozange von einer Nissin abgelöst, die besser sein soll.
Neuigkeit
: Bei 31000 Km hab ich die Beläge nochmals weckseln
müßen, anstatt denen von Brembo hab ich welche von der Marke
GOLDfren (in Keramik-Karbon Ausführung) dranmontiert, und siehe da,
jetzt bremst's um einiges besser !
Letztens ist mir auf einem
Buell-Treffen wo ich mit einer Handvoll "Verrückten" fuhr (hallo Lucky
& Cie. !) beim schnellen Bergabfahren die Hinterbremse so heiss geworden,
daß das Pedal dis zum Anschlag ging ohne nennenswete Bremswirkung.
Aber nach dem Abkühlen war wieder alles in Ordnung.
Ausstattung :
Wer ein Bike mit vielen Gimmicks
sucht wird mit der Buell enttäuscht sein !
Das geht so weit daß
die Maschine ohne jegliches Werkzeug geliefert wird, Schamm an Harley-Buell
für eine Maschine dieser Preisklasse (Umgerechnet 24400 DM als ich
sie gekaufft habe).
Man findet keine Benzineinspritzung
(ich kann sehr gut ohne leben !), kein ABS, kein Antischluppf (zum Glück
!), keine heizbaren Griffe, usw. Mich stört's nicht.
Das
Armaturenbrett ist aus schwarzem Plastik, und sieht echt billig und mikrig
aus. Buell hätte uns da etwas netteres anbieten können, z. B.
eines aus Alu. Die beiden Zähler mit ihrem weissen Hintergrund dagegen
sind recht nett. Auf der Konsole findet mann 5 kleine Lämpchen für
Blinker, Öeldruck, Fernlicht und Leerlauf. Das ist's auch schon. Auf
dem 98er Modell ist das Armaturenbrett schöner, und man finder auch
noch eine Analoguhr mit dem selben Hintergrund als die Zähler.
Die Geschwindigkeitsanzeige
geht etwa 4% vor, der Kilometerzähler geht 7% vor (Wenn er 100 Km
anzeigt ist man nur 93 gefahren !)
Zs sieht so aus, als sei die
Tachoübersetzung für ein 18 Zoll Vorderrad vorgesehen.
Die Lenkerarmaturen sind italienicher
Herkunft, und wie für alle US-Motorräder geht das Abblendlicht
an, sobald der Kontaktschlüssel gedreht wird. (links unter dem Tank)
In der Verkleidung findet
man zwei Taschen mir Reißverschluß, in denen man seinen Kleinkramm
unterbringen kann.
Nach einer Nacht unterm Regen
sind sie drinnen naß.
Die Räder stammen von
Marchesini, der Rote Plastik des hinteren Lichts ist EXAKT derselbe als
auf der Moto-Guzzi SP2, die Blinker sind die gleichen als auf den meisten
Ducatis oder Triumphs (so um die 15 Mark bei Gericke !). Die Rückspiegel
sind die gleichen als auf der Suzuki TL1000 S oder der GSXR 750 und die
gibt's auch bei Gericke. Und dazu um einiges billiger als von Buell (ein
Blinker kostete vor 3 Jahren 50 DM !) !
Die Fertigungsqualität
ist ziemlich gut, obwohl in versteckten Ecken des Rahmens ein wenig Rost
lauert.
Die Originalreifen, Dunlop
Sportmax II Touring D205, finde ich gut. Sie haben einen guten Grip, und
brechen nicht ohne Vorwarnung aus. Sie scheinen mir ein guter Kompromis
zwichen Haftung und Langlebigkeit.Nach 12400 Km habe ich vorne einen AVON
Azaro aufgezogen und nach 8500 Km desgleichen hinten. Sie sind genau so
gut wie die Dunlops, ein bischen billiger, aber scheinen sich auch ein
klein wenig schneller abzunutzen.
Die S3T hat Koffer, die sich
mit dem Kontaktschlüssel öffnen lassen. Ihre Fertigungsqualität
ist nicht gerade die Beste und man muß gut zielen wenn man sie schließt.
Original geht nicht viel hinein (19 l pro Koffer) aber das kann man mit
breiteren Deckel ändern. Die kosten allerdings 800 Mark, und nur grundiert
! (Ab 98er Model werden die Koffer allerdings serienmäßig mit
breiten Deckel geliefert)
Dicht scheinen die Koffer
zu sein, nach 300 Km unter starkem Regen waren in einem der Beiden gerade
ein paar Tropfen Wasser.
Mir sind schon an beiden Seiten
die Hebel der Schlösser abgebrochen, das kommt davon daß die
beiden Schrauben die sie auf ihrer Achse halten zu kurz sind, sodas sie
nicht genügend mit ihrem Gewinde in den Plastik der Hebel greiffen.
Ich habe längere Schrauben
genommen und nun geht's.
Die Koffer werden von Innen
abmontiert, das ist nicht praktich wenn sie voll sind, zum Glück werden
sie mit einer Innentasche geliefert.
Wenn die Koffer montiert sind,
kann es ein Problem geben, das S3T-typisch ist.
Wenn das Hinterrad ganz einfedert
kann es vorkommen das sich die untere Halterung des rechten Koffers in
den Riemenschutz (teil der hinteren Radabdeckung) verhackt. Und wenn das
Rad dann ausfedert, wird die Radabdeckung mitgerissen und bricht !
Das ist mir während der
Garantiezeit 2 mal passiert, jedesmal wurde mir das Teil umsonst geweckselt.
Um das zu verhindern ist es
am besten ein Stück vom Riemenschutz abzusägen (auf den Riemen
aufpassen !!)
Meines Wissens gibt es keinen
Topcaseträger der auf diese Maschine paßt.
Man sitzt auf dem Moped ziemlich
aufrecht, in einer Stellung zwichen Sport und Touring, die für meine
1,83 Meter angenehm ist.
Aber das ist nur wahr wenn
man den hohen Lenker montiert hat.
Den da hatte ich eine dicke
Überrachung als ich das Bike kauffte.
Die Geschichte mit
dem Lenker :
Es gibt zwei verschiedene
S3-Varianten :
Die "normale" S3, ohne Koffer
und Beinprotektoren. Dieses Modell hat laut Buell-Homepage und Prospekt
(zumindest in Frankreich) einen niedrigeren Lenker als die S3T. Aber als
ich das Motorrad am Anfang hatte, wunderte es mich daß ich so nach
vorne gebückt war und sehr viel Gewicht auf den Händen hatte.
Dann habe ich mein Bike mit
Fotos verglichen, und es hat sich rausgestellt daß ich den Tiefen
Lenker hatte.
Also ab zu meiner Vertretung
zum meckern, doch die fielen aus heiterem Himmel und wußten von nichts
(Meine S3T war die erste die sie verkauften). Danach habe ich an Harley-Davidson
Frankreich ein Email geschickt, und die Antwort war, daß man für
Europa für beide S3-Varianten den tiefen Lenker anbaut.
Da hab ich natürlich
drauf bestanden daß man mir den Lenker gegen den Hohen weckselt.
Dies hat 8 Wochen gedauert
! Nach der 7en Woche hatte ich so langsam die Nase voll, und habe Harley-Davidson
Frankreich angedroht, daß wenn ich binen einer Woche keinen Lenker
habe, ich einen Artikel in der Motorrad-Presse veröffentliche in dem
ich sage, was ich von ihrem Kundendienst halte.
Und siehe da, eine Woche später
war der Lenker da !
Die Verkleidung läßt
den Kopf des Fahrers im Wind, doch der Oberkörper ist gut vom Druck
geschützt.
Die Beinprotektoren, die etwas
mikrig aussehen, erfûllen sehr gut ihren Dienst, die Beine bleiben
von jeglichem Winddruck verschont.
Ein negativer Punkt : Der
Benzinhahn ist während der Fahrt schwer zugänglich, was je nach
Gegebenheiten gefährlich werden kann.
Der Sattel, obwohl er vorne
ein wenig schmall aussieht (aber nicht so sehr als auf einer S1) ist erstaunlich
Komfortabel, und der Alleswerteste findet in seiner Mulde einen guten Platz,
den man schon ein paar hundert Kilometer aushalten kann.
Der oder die Sozia findet
auch genügend Platz mit gutem Komfort, aber um sich zu halten gibt's
nichts ausser dem Piloten (das ist ja sowieso angenehmer in falle einer
Sozia !)
Los geht's !
Ob kalt oder warm, der Motor
springt stets ohne Probleme an. In kaltem Zustand wir zuerst der Choke
gezogen (unterm Tank, neben dem Kontaktschloß), und man kann gleich
losfahren. Nach 0,5 bis 2 Kilometer, je nach Aussentemperatur, kann der
Choke wieder hinengedrückt werden. Im Winter bei 0 Grad braucht der
Motor gut 10 Km bis er seine Betriebstemperatur erreicht hat, im Sommer
ist's nach 5 Km OK.
In jedem Fall ist es angebracht
in der Warmlaufphase sachte Gas zu geben, der Motor wird es danken.
Einmal Warm, nimmt das Aggregat
spontan Gas an, obwohl bei 2500-3000 U/mn schon eine Menge Drehmoment zur
Verfügung steht.
Wegen der Sekundär-Übersetzung
von 2,1:1 in Europa ist der erste Gang ziemlich lang geraten, und im Schritttempo
muß man mit der Kupplung spielen. Zum Glück ist sie gut dosierbar.
Auf offener Straße kann
das Bike spielend in verbotene Geschwindigkeitsbereiche gelangen ( ;-)))
) ohne daß der Motor sich sehr anzustrengen hat.
Doch gehen wir mal dorthin,
wo das Herz eines jeden Bikers höher schlägt (oder sollte) :
auf kurvige Gebirgsstraßen.
Die ziemlich breiten Reifen
(120/70 vorne, 170/60 hinten) tragen nicht speziel zu einem Fahrradähnlichen
Handling bei (meine alte BMW oder meine Transalp lassen sich da besser
"um die Ecken werfen"). Aber mit ein wenig Nachdruck ist das Bike doch
leicht in Schräglage zu bringen. Dagegen ist die Stabilität der
Buell fabelhaft (weit besser als auf der BMW oder der Transalp), in Kurven
liegt die Maschine wie auf Schienen, die Grenzen der Schräglage sind
links der Schalthebel und rechts der Beinprotektor. Der Motor und das Fahrwerk
verführen dazu immer zu schnell zu fahren, aber das ist ja sooooooooo
gut !!
Das im ganzen Drehzahlbereich
verfügbare Drehmoment erlaubt es aus den Kurven zu schießen
wenn andere zuerst ein oder zwei Gänge runterschalten müßen.
Einmal aus einer Kurve in
voller Schräglage und mit 4000 U/mn herausbeschleunigt, mit der Musik
des Vance & Hines Topfs, und die für immer bleibende SUCHT ist
da !!!!!!!
Um ganz ehrlich zu sein, ich
habe noch nie in meiner 23jährigen Motorrad-Karriere so viel Spaß
auf einer Maschine wie mit der Buell gehabt.
Änderungen
:
Die größten waren
die Umbedüsung des Vergasers und der Austauch des Original-Schalldämpfer
durch den von Vance & Hines. Ich habe die vordere Radabdeckung mit
einem Spritzwasserschutz verlängert, es ist zwar nicht gerade das
Schönste daß es gibt, aber wenigstens bleibt bei nasser Straße
mein Kinn trocken, und der Motor sieht vorne auch noch sehr sauber aus.
Hinten habe ich das Gleiche
getan, so bleibt der Rücken trocken wenn's regnet.
Die Tupperware-box auf der
rechten Seite habe ich beibehalten, mich stört sie nicht, und ausserdem
liefert sie immer wieder Gesprächstoff für neidiche Kumpel !!
Sie ist allerdings auf ihre
hinterseite in Höhe des Luftfilter aufgesägt worden, und der
Luftfilter darin umgedreht worden.
So atmet sie wie die Modelle
in den USA, und nicht durch den Schnorchel, der die Lufzufuhr auf den für
Europa bestimmten Modelen begrentzt.
Der lange O-ring der den Deckel
der Box abdichten soll hab ich sehr schnell durch eine selbsterstellte
Dichtung aus Silikon geweckselt, den das Innere der Box war regelmäßig
voll Staub.
Ich hab mir auch eine Werkzeugtasche
zusammengesetzt, das kann man immer gebrauchen.
Ferner habe ich mir ein Fahrradtacho
angebaut, so hab ich wenigstens die Uhrzeit ! (Model BC700 von Sigma, geht
bis 270 Km/h)
Wartung :.
Es gibt in punkto Wartung
nichts zu beanstanden, ausser einem fehlendem Hauptständer, mit dem
sich manche Arbeiten einfacher gestalten würden.
Der Motor braucht alle 8000
Km einen Ölwecksel, mit gleichzeitigem ersetzen des Ölfilters
der außen sehr zugänglich sitzt.
Achtung mit der Kontrolle
des Ölstands, sie muß IMMER DIREKT NACH EINER FAHRT gemacht
werden.
Da der Ölbehälter
separat ist (Trockensumpfschmierung) kann, wenn das Motorrad eine gewisse
Zeit steht, das Öl in den Motor zurückfließen, und fehlendes
Öl vortäuchen.
Ich benutze SAE 5W40 Synthetiköl
(30 DM die 5 Liter im Warenhaus), mit dem sich mein Motor (z. Z. mit 35000
Km) pudelwohl fühlt.
Das ist dünnflüssiger
als Mineralöl (gibt ein paar % weniger Benzinverbrauch), und hatt
doch einen Schmierfilm der nicht so schnell reißt, da die Moleküle
von Synthetiköl länger sind als die von Mineralöl.
Die Schaltbox wird auch alle
8000 Km neubefüllt, um die Ölablaßschraube aufzumachen
muß der V&H Schalldämpfer abmontiert werden (mit dem Originaldämpfer
war das nicht nötig), aber das ist schnell gemacht (3 Schrauben).
Die Schaltbox hat kein Einfüllloch, man gießt friches Öl
ein, nachdem der Deckel vor der Kupplung abmontiert wurde.
Die Primär-Triplexkette
wird auch alle 8000 nachgespannt (ein kleines Schauloch ermöglicht
das). Wenn das Motorrad neu ist längt sie sich zuerst ziemlich, danach
aber nicht mehr so sehr.
Das Gabelöl soll theoretich
alle 16000 Km geweckselt werden. Da es keine ablaßschrauben gibt,
müßen die Gabelholme dafür abmontiert werden. Da ich ein
fauler Mensch bin, mach ich das alle 2 Reifenwecksel, da muß das
Rad sowieso weg.
Die Ventile verfügen
über hydrostößel die sich selbstständig einstellen,
da brauch nichts gemacht zu werden.
Und da es nur einen Vergaser
gibt, kennt die Buell keine Synchronisationsprobleme !
Probleme und
Pannen :
Hier die Liste aller Pannen
die ich mit der Buell bis heute hatte:
- Gegen 3000 Km: Wecksel der
hinteren Radabdeckung, unter Garantie (Warum steht im Paragraphen "Ausstattung")
- Gegen 5000 Km: am rechten
Koffer bricht der Öffnungshebel ab (Warum steht auch im Paragraphen
"Ausstattung")
Er wurde unter
Garantie ersetzt, nach 3 monatiger Wartezeit
- gegen 6000 Km : ich merke
daß die Airbox vorne stark vibriert. An ihrem Vorderteil ist eine
kleine Schraube (man sieht sie direkt unter dem Luftfiltereinsatz wenn
man die Airbox öffnet) die in die vordere Motorhalterung eingeschraubt
ist. Doch das Gewinde in dieser Halterung hatte sich völlig wegvibriert,
so daß die Schraube keinen Halt mehr hatte. Also habe ich die Schraube
gegen eine längere + Mutter + Gewindebremspaste ersetzt.
- Ölnebel an den Ventildeckeln.
Wecksel der Dichtungen unter Garantie.
- Mit 8000 Km schaue ich den
Luftfilter nach, und erschrecke. Er hat an mehreren Stellen Löcher
als ob er geschmolzen wäre ! Der Mechaniker meint das könne
von Flammen kommen, die vom Vergaser zurückgeschlagen sind !?
Wecksel des Filters für 70 DM, teuer für so ein Teil, nicht Herr
BUELL ? (Wer hat gesagt, ich sei geizig ?). Seither hab ich dieses Problem
nicht mehr gehabt.
Komischerweise kostete mit
derselbe Filter ein Jahr später nur noch 40 DM.
- Mit 14500 Km, selbes Problem
mit der Radabdeckung als bei 3000 Km, unter Garantie ersetzt, nach
fast zwei Monaten Wartezeit.
- Mit 15000 Km merke ich daß
der rechte Beinprotektor einen riß hat (unter der Airbox). Wurde
auch unter Garantie ersetzt, nach mehr als
zwei Monaten Wartezeit.
In
diesem Stadium will ich mich mal gegen BUELL - HARLEY - DAVIDSON
ausmeckern :
Die
Wartezeiten für Buellspezifiche Teile sind viel zu lang (2 Monate
im Durchschnitt, 3 Monate maximal), ich hoffe doch sehr daß das eines
Tages besser wird :-((
Ich
habe nun schon seit Anfang 1999 nichts mehr weckseln müßen,
kann also nicht sagen ob es besser wurde.
- Mit 26000 Km, Rückruf
wegen ein paar Probleme die an manchen Maschinen aufgetretten sind. (Risse
in Schweißnähten, usw...)
Buell wollte da kein Risiko
eingehen, und so wurden verschiedene Teile ersetzt. Das brachte mir ein
Schowa Federbein ein, das weit komfortabler als das von White Power ist,
und eine Schwinge, die gegenüber dem Original an mehreren Stellen
verstärkt wurde. Diese beiden Änderungen beeinträchtigen
das Fahrverhalten sehr positiv, das Hinterteil der Maschine fühlt
sich jetzt viel präziser an.
Des Weiteren wurden die vordere
Motorhalterung, Die Tankentlüftung und die TankhalteSchraube ersetzt.
- Bei 27800 Km, gleiches Problem
als bei 5000 Km mit dem linken Koffer.
- Bei 29200 Km, 500 Km von
daheim, als ich gerade zu der Hochzeit eines Freundes fuhr, heulte plötzlich
der Motor auf. Zuerst dachte ich der Riemen sei kaputt, aber in Wirklichkeit
war es das Ritzel das sich frei auf der Ausgangswelle der Schaltbox drehte
! Bei näherem Hinsehen fand ich heraus daß die Verzahnungen
die das Ritzel mit der Welle verbinden einfach nicht mehr existierten.
Ich habe darauf meinem Mechaniker
telephoniert, der sagte mir das käme vor wenn der Riemen zu sehr gespannt
ist.
Komisch ist nur daß
ich den Riemen nie selber gespannt habe, und daß meine Panne 3000
Km nach dem Rückruf für den Schwingenwecksel kam.
Deshalb glaube ich, der Riemen
wurde während dieser Aktion zu sehr gespannt.
Ich darum ein Reklamationschreiben
an Harley-Davidson Frankreich gesendet, ohne jemals eine Antwort bekommen
zu haben. :-(
- Bei 31200 Km : gleiches
Problem mit der Airbox als bei 6000 Km, wegen der Motorhalterung die im
Rahmen des Rückrufs bei 26000 Km geweckselt wurde.
- Bei 35000 Km : Ich montiere
die Gabel ab um ihr das Öl zu weckseln. Bei dieser Gelegenheit, merke
ich daß die Lenkung in Richtung garedeaus "einrastet" was auf begingenden
LenkkopflagerVerschleiß schliessen läßt. Mal sehen wie
lange sie noch halten...
Der Tachoantrieb (noch mekanich
auf den 97er Buells) ist auch gebrochen, aber durch mein Verschulden, ich
habe ihn nach dem Gabelölwecksel mit zu spitzem Winkel montiert. Dieses
mal hatte mein Harley-Buellhändler alles auf Lager.
Zusammengefasst
:
Meine Buell ist jetzt 4 Jahre
alt und hat 35500 Km. Obwohl sie nicht ganz ohne Macken ist, liebe ich
diese Maschine. Sie ist für mich ein exzellenter Kompromiss zwichen
Tourentauglichem Motorrad und Spaßmaschine.
Ob ich damit nur 50 Km Kurvenorgie
Fahre oder Frankreich über Nebensträßchen durchquere, ich
habe Tonnenweise Spaß mit meiner S3T.
Wenn ich sie wieder kauffen
mûßte wûrde ich keine Sekunde zögern, auch wenn
sie Fehler hat !
Man muß nicht vergessen
das es die S3T weltweit in nur ein paar hundert Exemplare gibt, da kann
man ihr ihre Fehler besser verzeihen, als im Falle eines Bikes das seit
Jahre in Zig-Tausenden Exemplare produziert wird.
(Und sowieso, Liebe macht
blind !!)
Die große gute Überraschung
ist der Spritkonsum : weniger als 4,40 Liter auf 100 km im Durchschnitt
mit einem Minimum von 3,7 Liter auf 100 km und ein Maximum von 5,11 Liter
auf 100 km bei wilder Fahrweise (140-150 auf der Straße und so schnell
wie's nur geht im Gebirge) ! Mit dem 20 Liter Tank hat man eine Reichweite
von 370 Km vor der Reserve, und noch 100 Km danach.
Die große schlechte
Überraschung war der Preis des Motorrads der wenige Monate nachdem
ich es gekauft habe um 3600 DM gesunken ist. Da fühlt man sich doch
verar...t :-((
Hier nochmal das Positive und Negative :
Was
mir gar nicht gefällt :
- Der
Preis
- Keine
Werkzeugtasche
- Hinterbremse
: eine echte Schei..
- Kein
Hauptständer
- Hoher
Wendekreiss
- Beim
Fahren schwer zu erreichender Benzinhahn
- Das
Problem mit dem rechten Koffer und der Radabdeckung
- Die
lange Wartezeiten für Erzatzteile
- Das
Gefühl von der Harley-Vertretung in Frankreich völlig ignoriert
zu werden.
- Das
Gefühl angegangen zu sein als ein paar Monate nach meinem Kauf der
Preis der Maschine um 3600 DM sank.
Technische Daten
:
| Motor : | |
| Typ und Hubraum | V-Zweizylinder mit 45° Winkel , 1200 cm³ |
| Bohrung × Hub | 88,8 × 96,8 mm |
| Ventile | 2 pro Zylinder, durch Stösselstangen und Kipphebel bettätigt, mit Hydrostössel (kein Einstellen nötig), 4 Screaming Eagle Nockenwellen |
| Vergaser | Keihin, Unterdruck, 40 mm Durchmesser, nur EIN Vergaser |
| Leistung & Drehmoment
U.S.-Model |
91 PS SAE (67 kW) bei 5800 U/mn, 12 kgm bei 5200 U/mn |
| Leistung & Drehmoment
Europa-Model |
86 PS SAE (64 kW) bei 6000 U/mn, 10.5 kgm bei5400 U/mn |
| Leistung & Drehmoment
U.S.-Model mit Vance & Hines Tüte |
ungefähr 93 PS SAE (68,5 kW) bei 6000
U/mn, 12,8 kgm bei 3750 U/mn
(in einem Artikel der Zeitschrifft "Battle 2 Win" gelesen) |
| Antrieb : | |
| Primär | Triplex-Kette, 1,6:1 |
| Kupplung | Mehrscheiben-Ölbadkupplung |
| Schaltbox | 5 Gänge : (1) 2,69:1, (2)1,97:1, (3)1,43:1, (4)1,18:1, (5)1:1 |
| Sekundär | Mit Kevlar verstärktem Zahnriemen, 1,9:1 |
| Fahrwerk : | |
| Rahmen | Aus Chrom-molybdän-Stahl, motor hängend und schwingungsentkoppelt aufgehängt, Uniplanar-System (siehe Text) |
| Felgen | Marchesini 3-Speichen gußfelgen, vorne 3,5" × 17", hinten 5" × 17" |
| Reifen | Vorne: 120/70 ZR17, hinten 170/60 ZR17. Originalbereifung Dunlop Sportmax Touring D205 |
| Bremsen | Vorne: 6-Kolbenzange von Performance Mashine, 340
mm gußscheibe, sehr gut !
Hinten: 1-Kolben Brembozange, 230 mm Rostfreistahlscheibe, sehr schlecht :-( |
| Federung | Vorne: White Power Upside-down-Gabel mit 43 mm Durchmesser,
in Druck- und Zugstuffe einstellbar, 120 mm Federweg
Hinten: Original White Power Federbein das auf Zug arbeitet, in Druck-, Zugstuffe und Federvorspannung einstellbar, 120 mm Federweg. Nach Buell-Rückruf durch ein Schowa-Federbein ersetzt (mit viel besserem Komfort) |
| Gewichte etc... : | |
| Gewicht (mit Koffer) | 210 kg trocken, 230 kg betannkt |
| Maximal erlaubtes Gewicht | 386 kg |
| Sitzhöhe | 75 cm |
| Bodenfreiheit | 13 cm mit Original-Schalldämpfer |
| Benzintank | 20 Liter, davon ungefähr 4 Reserve |
| Motoröl-Menge | 2,4 Liter |
| Schaltboxöl-Menge | 0,95 Liter |